Und plötzlich sind Wolken zwischen mir und dieser Stadt, der meine unbändige Liebe gilt. Noch ein paar Sekunden und unter mir breitet sich eine gigantische Ebene aus Zuckerwatte aus. Au revoir Berlin.
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Montmartre,Sacré-Cœur. Die Luft ist lauwarm und alles ist in rotes Abendlicht getaucht. Über Paris schwebt eine gnädige Schicht aus nebligem Weichzeichner, der die fernen Hochhäuser zweidimensional und fantastisch wirken lässt.
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Wehende Hotelzimmergardinen, ein Hitzeschleier und auf dem Vordach vom Stadtgewimmel ungestört eine Zigarette rauchen. Im sterilen weißen Bad vorm Spiegel stehen, sich unbewegt anstarren und dem Rumpeln zuhören, als die Metro unter dir durch die Erde donnert. Alles vibriert. Ein Seitenblick auf die Tabletten, von denen du keine Ahnung hast, was sie mit dir anrichten könten. Die Verpackungen von indischem Essen „à-emporter“ auf der Kommode.
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Weißt du wie es sich anfühlt, wenn nachts die Wände anfangen zu kochen und etwas sich durch deine Schläfe bohrt, sodass du stundenlang nicht schlafen kannst, und wie es ist, wenn es dann endlich durchbricht und du eher in Ohnmacht fällst als dass du einschläfst? Hast du als Kind manchmal im Bett gelegen und gespürt wie sich die Welt dreht, so sehr, dass es dich in die Matratze presst, immer tiefer, und du dich nicht mal mehr einen Zentimeter weit bewegen kannst? Nein? Sei verdammt noch mal froh.
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Es gibt nichts bedrückenderes und melancholischeres als Zimmer mit einem Blick auf Bahnschienen. Und nichts gibt einer Depression mehr Atmosphäre als das Geräusch einer vorbeifahrenden Bahn.
Bonjour tristesse, mon vieil ami.
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„Un suicide élégant est l’œuvre d’art finale.“